Spheniscidus’ Vorfahren

Auf der Suche nach den Ursprüngen der Leopoldstädter Pinguinpopulation stieß Jean Génie auf Sensationelles:

So konnte er Wissenswertes aus dem Leben eines honorigen Vorfahren Florian Patschens ans Tageslicht bringen, der als akademischer Modeschöpfer seiner Zeit die Männerwelt mit seinen Kreationen anregte, es ihm und den Seinen gleichzutun. Patschens Kreationen gelten auch heute noch als verbindlicher Dresscode im Rahmen von Maskenbällen zwielichtiger Gestalten in Wien „Spheniscidus’ Vorfahren“ weiterlesen

Die Reise zum Nordpol

Als Sarah und Moritz vor einigen Tagen das Ufer der so genannten Mazzesinsel betraten, hatten sie nicht nur eine lange Reise hinter sich, sondern durften sicher sein, dass sie nun ihr Gelobtes Land betraten.
„Alter Schwede,“ übte Moritz bereits so eine Redensart, die zu pflegen man ihm angeraten hatte, und auch Sarah stieß ins selbe Horn, allerdings den Schwedenplatz eines letzten Blickes würdigend und diesen zielstrebig nach vorne wendend: „Moritz, vergiss den Hermann, wir sind jetzt an der Adria,“ belehrte sie ihn, und beide freuten sich, dass sie nur noch wenige Schritte von ihrem eigentlichen Ziel, dem jedes rechtschaffenden Pinguins, trennen sollte. „Die Reise zum Nordpol“ weiterlesen

Herbst

Wenn er kommt, der Pinguin,
dann ist der Sommer längst dahin.
Badehose in den Schrank,
denn ohne Frack, da wirst du krank.
So watscheln wir in kalten Nächten
und tun die Watschelvögel ächten.
Wir träumen wieder von der Sonne,
vom letzten Jahr, der nackten Nonne.

ÖPP – Neues Licht erstrahlt in der Wiener Parteienlandschaft

Wie die Redaktion aus den üblichen gut informierten Kreisen in Erfahrung bringen konnte, wird die Wiener Parteienlandschaft in diesen Tagen um eine Facette reicher. Und nicht nur das: die ÖPP Wien, die Partei der Wiener Pinguinisten, präsentierte ihr Programm zu später Stunde, gleich nachdem sie sich in ihrer Zentrale Zum Sanktus Spiritus konstituiert hatte. „ÖPP – Neues Licht erstrahlt in der Wiener Parteienlandschaft“ weiterlesen

1000 Meisterwerke, Vol. I

Jean Génie: Spheniscidus

Die Diagonale durch den Schnabel ist das Grundprinzip des Künstlers, trennt und verbindet sie gleichermaßen die Gesamtheit unserer universellen Wahrnehmungen. Detailverliebt beschreibt Jean Génie in Spheniscidus die Metamorphose des krausen Haupts, pointilistisch zum Ausdruck gebracht durch den wirren Haarschopf seines Lieblinsmodels, der, seinen Platz im oberen, rechten Viertel des Porträts findet, und die klaren Linien des sphenisciden Schnabels, der nur scheinbar spitz in den Abgrund weist. Bei anfänglicher Betrachtung stellt er sich scheinbar als Bollwerk gegen das Unterbewusste dar und zeigt, gleichsam als Erker und Wegweiser, zielstrebig den Weg transzendentaler Erkenntnis. Quasi in seiner Eigenschaft als Brückenbauer wählt Génie, für den Betrachter als Hilfestellung gedacht und für ihn so leichter nachvollziehbar, die Methode der einstigen Pariser Künstlergruppe Les Opticiens obscures, die schon im vergangenen Jahrhundert Offensichtliches zu verbergen suchte, die in seinen Werken stets wiederkehrenden lunettes surprises, welche den Weg zu Erleuchtung weisen sollten. Hier bedient sich Génie eines Kunstgriffs, der die klare Linienführung für den Zinkens mit der pointilistischen Darstellung der Gedankenwelt seines Modells in Verbindung bringt.

Die imperiale Souveränität verleiht Génie seinem Werk durch das so genannte habsburgische Farbenspiel aus sattem Schwarz und majestätischem Gold, welche dem Porträt, Kraus und Zinken einrahmend, die entsprechende Würde verleihen. Doch es wäre nicht Jean Génie, geriete hier, auf das Stilmittel des Revoimpressionismus zurückgreifend, der imperiale Anspruch auf das Absolute, hier nicht zu beißender Satire: Scheinbar sorglos spinnen die Tropfen unterschiedlicher Couleur und Größe ein weiteres Netz des Krausen und setzt somit einen Kontrapunkt zu den traditionellen Irrtümern, wo alles begann.