Ein Frühlingsgedicht von Dr. Kurt Ostbahn – Gemmas wieda an

Unser Wirt wo ma normal trainiern, de Viertln, Achtln inhalieren,
mocht se Sorgn, weu ma nur no pausiern.
Es waa wegn sein Umsotz, sogta.
Schwaa an da Zeit, daß de Nächte wieda kürza wern.
Mia a ned länga auf de Bremsn steign,
wieda haaß und schnö und gfährlich werdn. Oiso zahts an!

Gemmas wieda an. Gemmas wieda an.
A jeder bis a nimma kann. Jetzt gemmas wieda an.

Mitn Karl is des a Trauerspü, der spüd nix mehr und frißt vü z´vü.
Da Romeo is ausn Gschäft.
Fahrt mit sein herben Charme mehr schlecht ois recht.
Da Mario hod a kann Lauf, daß so goanix rennt baut eam ned grod auf.
Na, de Buam san ned guad drauf. Des muaß si ändern.

Gemmas wieda an. Gemmas wieda an.
A jeder bis a nimma kann. Jetzt gemmas wieda an.

Die Lilli kriagst ned aus ihrn Bau.
Die tuat nua no Fernsehschaun.
Weit und breit ka Spur von Bock.
A so a junge Frau und jetzt geht’s boid am Stock.
Da Prinz hod mitn King den Dauerköch, pickn zsamm auf Zimmer-Kuchl-Kabinett.
I sog: „Poidl, heast, du muaßt do weg. Net muagn erscht, sondern heit no!“

Gemmas wieda an. Gemmas wieda an.
A jeder bis a nimma kann. Jetzt gemmas wieda an.