Wir besuchen Flipper!

Wenn man das Haus der Familie Osterkorn betritt, liegt die gute Laune merkbar in der Luft: die der liebevollen Eltern, die vom kleinen Michael, der genüsslich seine schmackhaften Snacks zwischen Mittagessen und einer Jause, die schon auf ihn wartet und auch die von Daniel, dem Hauptdarsteller des heutigen Nachmittags.

Denn im kommenden Sommer geht die Familie auf große Reise: Daniel winkt in der Karibik eine Delphintherapie, die ihm helfen soll, mit seiner Bewältigung seiner Behinderung wieder einen großen Schritt näher zu kommen. Als Daniel vor drei Jahren zur Welt gekommen war, ging mit der Sauerstoffversorgung etwas schief, und seither machen ihm eine bilaterale spastische Tetraparese, respektive eine beinbetonte spastische Celebralparese zu schaffen. Im Grunde meistert er die Situation ganz ausgezeichnet, denn schön langsam stellen sich merkbare Erfolge im Erlernen des Sprechens ein, und auch mit der Motorik wird’s ständig besser. Die Aufgaben, die sich ihm stellen, sind eben ein Spitzfuß und eine Spastik, die für seine Gehbehinderung verantwortlich sind, aber mit Hilfe eines speziell für ihn angefertigten Gehstocks, den er einem Rollator, der ihm auch zur Verfügung stünde bevorzugt, fällt ihn das Gehen schon merkbar leichter.
Aber zurück zur Karibik: Im Juni bricht die Familie nach Curaçao auf, denn von der erwähnten Delphintherapie erwartet sich die Familie, eine weitere Etappe im Hinblick auf Daniels Gesundung zu bewältigen. Dort erwarten Daniel während der beiden Wochen seines Aufenthaltes neben der Arbeit mit den Tieren auch regelmäßige Therapien, die auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind.
Über den Erfolg wird sich nicht nur die Familie freuen, sondern auch eine ganze Ortschaft, denn die hat sich maßgeblich am Zustandekommen der Reise beteiligt. Denn das Vorhaben, so erzählen uns die beiden Eltern, ist natürlich nicht billig, und wäre wohl nicht zustande gekommen, wenn sich die Nachbarschaft nicht so engagiert für das Projekt eingesetzt hätte.
„Als wir im November unsere Reisepläne auf Facebook veröffentlich hatte, meldeten sich spontan Freunde, Bekannte und Verwandte, die einen Beitrag leisten wollten, damit unser Plan auch verwirklicht werden konnte, erzählt Melanie Osterkorn begeistert. „Im Ort gab es dann einen vorweihnachtlichen Punschstand, dessen Erlöse unserem Projekt zukommen sollten, die Feuerwehr hat sich für uns eingesetzt, es war einfach eine Freude, wie wir in dieser Zeit auch den Zusammenhalt einer Gemeinschaft spüren durften.“
Als sich dann auch freiraum-europa spontan entschloss, das Vorhaben zu unterstützen, war eine weitere Hürde genommen, und die Familie Osterkorn durfte sich nicht nur über einen namhaften Scheck freuen, sondern packt auch schon die Badehose ein …

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