Wilfer & Wilfer

Der Vater prägte und prägt seit Jahrzehnten als viel umjubelter Pianist seit den 50er Jahren die österreichische Jazzgeschichte. Als Zeitgenosse vieler international renommierter Musikerinnen und Musiker, arbeitete er mit so ziemlich allen Jazzgrößen zusammen und gab schon damals im schönsten und wohl auch einem der wichtigsten Clubs der Welt, dem legendären „Fatty’s Saloon“ in Wien federführend, den Ton am Klavier an. Mit Joe Zawinul, in dessen Fußstapfen er trat, als sich dieser nach Amerika begab, um von dort seine Weltkarriere zu starten, verband ihn eine lebenslange Freundschaft, die sich nicht zuletzt posthum noch manifestierte, als im Rudi Wilfer ein Requiem im Andenken an einem der großen Drei in Österreich (der dritte war Fritz Pauer) widmete. Und neben seinem künstlerischen Erfolg, der Generationen von Musikern beeinflusste, und vielen Auszeichnungen, die ihm zuteil werden sollten, war es wohl seine Lehrtätigkeit, die vielen Studentinnen und Studenten den Weg in ein erfülltes Berufsleben ebnete.
So mutet es nicht überraschend an, dass, hineingeboren in eine an Kreativität und wohl auch Virtuosität so reichen Familie – auch die Mutter Monika ist eine begnadete Musikpädagogin – den Weg ins Musikerleben quasi vorzeichnet. Felix Wilfer war daher das Erlernen des Klavierspieles nicht nur in die Wiege gelegt, sondern er verdankt es dem Elternpaar, dass es unumgänglich war, dieses Instrument auch zu erlernen. Aber schon bald fand Felix seine Leidenschaft, die Violine. Dieser folgte er auch, ging so seinen Weg, sich zwischen klassischer Musik und dem Jazz gleichermaßen wohl und gefordert zu fühlen und seinen Aufgabe als Brückenbauer zwischen den Stilen zu finden. Internationaler Ausbildung folgte die Bewährung auf internationaler Ebene, und so firmiert Felix Wilfer mittlerweile als großes Talent in den Jazzclubs ebenso, wie auf den großen Bühnen.
Gemeinsam mit Rudi Wilfer hoben die beiden die logische Symbiose „Wilfer & Wilfer“ aus der Taufe. Damit haben die beiden auch einen Weg beschritten, der seinesgleichen sucht: Grenzen zwischen dem so genannten E und U gibt es für die beiden nicht, Jazz und Klassik verschmelzen in der künstlerischen Lebensanschauung gleichermaßen zu einem genussvollen Ganzen und laden ein, in der Welt der Wilfers zu versinken und die die der starren und mitunter sturen Regeln für eine Weile in Vergessenheit geraten zu lassen.