Morgenpost vom 6. Jänner 2017

Guten Morgen!

_162457_37_prag-restaurant-dresdenSo wie der Tag gestern mit einem ersten Resümee bezüglich der guten Vorsätze im Neuen Jahr zu Ende gegangen ist, so aktiv und vor allem positiv gestalteten sich auch die vorangegangenen Stunden. Das war allerdings in Begleitung meines neuen Mitbewohners, des Schnupfens, nicht immer ganz einfach, der entzieht einem schon eine Menge Energie, schon alleine deshalb, weil man alle paar Minuten das, was man gerade tut, unterbrechen muss, um sich seine Nase zu putzen.

Gestern brach ich in der Einfahrt in Richtung Prag auf und erkundete erst einmal die Goldene Stadt via GEO special. Hier erfuhr ich beispielsweise, dass der durch einen autochthonen Prager gehaltene Weltrekord im Verzehr von Knödeln bei 55 Stück liegt. Das läge unter anderem auch daran, führte dieser aus, dass die Zubereitung derselben hier auf eine unverwechselbar leichte Art erfolgt. Das stimmt, ich kann mich noch gut daran erinnern, dass, als wir letztes Jahr in dem urtümlichen Beisl zu Abend gegessen hatten, die Knödel, die saucenreiche Hauptspeise begleitend, ihren Geschmack erst aus der kulinarischen Symbiose heraus entwickelten. Genial eigentlich und lässt Platz für mehr. Denn ich informierte mich weiters über die zahlreichen Klein- und Kleinstbrauereien, die in Tschechien seit einigen Jahren den multinationalen Konzernen durch Ideenreichtum erfolgreich paroli bieten und traf schließlich wieder auf die jüngere Geschichte der Stadt und des Landes, die bislang ja ein Happy End aufweist, wenn sich nicht wieder die Ewiggestrigen an die Macht putschen. Alles in allem ein sehr spannender früher Nachmittag, der Lust machte, vielleicht im Frühjahr wieder ein Wochenende dort zu verbringen.
Mit meiner Stadlpost-Geschichte hatte das natürlich wenig zu tun, da ging es ausschließlich um den lieben Gott. Doch die Informationen über die Goldene Stimme aus der Goldenen Stadt besorgte man sich besser aus dem WWW, wo, wie ich erfahren durfte, die Medien in den letzten beiden Jahren über Karel Gotts Gesundheitszustand, er hatte Lymphdrüsenkrebs, monatelang nichts berichteten, aber das ziemlich ausführlich. Doch mittlerweile ist er wieder gesundet, hat im vergangenen November bereits ein erstes Konzert für seinen engeren Freundeskreis gegeben, wurde mit seinen 77 Jahren vor relativ kurzer Zeit noch einmal Vater, und seine um 31 Jahre jüngere Frau und jahrelange Lebensbegleiterin hatte er unlängst in Las Vegas geheiratet. Das blumig (aber nicht zu, denn sonst können es die Leserinnen und Leser nicht verstehen) auszuschmücken, wird heute meine Aufgabe sein, und meine kleine Umwelt wird sich schon morgen erschöpfend darüber informieren können.

Bliebe noch die Berichterstattung, den sportlichen Teil des Tages betreffend: Gestern stand ja nach langer Zeit wieder einmal Billard auf dem Programm. Im Köö wurden alle Befürchtungen des Poflers zerstreut, wir erstiegen die erste Etage des Lokals und gelangten in den Raucherbereich. Das Spiel konnte beginnen. Wie in alten Zeiten hatten wir auch unsere eigenen Queues mitgebracht, was unserem Auftritt auch ein durchaus professionelles Flair verlieh. Von meiner Seite war’s das dann auch schon, wie immer hatte ich auch gestern gegen David kein Leiberl, genoss das aber in vollen Zügen. Ein Match durfte ich gewinnen, ansonsten war Sendepause. Heute steht wieder das Fitness Center auf dem Programm, die Athleten bleiben auf allen Ebenen dran – am Projekt Adonis.

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