Morgenpost vom 5. Jänner 2017

Guten Morgen!

prague-charles-bridge-1112x630-kopieHeute kann ich nicht viel erzählen, außer, dass ich ein wenig krank bin. Im Laufe des Nachmittags hat der Schnupfen angeklopft und ist, ohne zu fragen, ob er das überhaupt darf, eingetreten, hat eine verstopfte Nase mitgebracht, ein Trompetenkonzert nach dem anderen und vor allem die Angst, dass sie jetzt zuschlägt, die allseits epidemisch präsente Grippe. Glücklicherweise scheint dem aber nicht so zu sein, ich habe noch die Hoffnung, dass sich bloß eine, auch unangenehm genug, Erkältung anbahnt.
Demnach habe ich gestern bereits eine Epidemiepackung Taschentücher verschneuzt, allseitige Müdigkeit machte sich plötzlich breit … und ein unbezähmbarer Hunger. Somit verbrachte ich den Rest des Tages mit Nase Putzen, Kochen, Essen und Schlafen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich die bis jetzt übliche Rosskur I, ein Flascherl Wein heilt alle Wunden, beziehungsweise Rosskur II, ein Packerl Aspirin Komplexx ex, verlassen und statt dessen Herd, Tisch und Bett gehütet. Diese Methode funktioniert anscheinend auch, zumindest nicht schlechter als die vorangegangenen. Allerdings erspart man sich die unvermeidbaren Nebenwirkungen des Flascherls am Tag danach.

Also wird es heute ein weitgehend sportfreier Tag mit David werden, doch wir denken darüber nach, am Nachmittag wieder einmal eine Stunde Billard zu spielen. Das ist ja auch irgendwie eine Sportart, und vor allem haben wir diese schon lange vernachlässigt. Der gefährliche Überquerung des Großen Flusses zum Morzinplatz können wir dadurch entgehen, dass wir eine Station mit der U-Bahn bis zum Schwedenplatz fahren, um dann wahrscheinlich länger zu Fuß ins Café Köö zu benötigen, als wenn wir gleich … Aber in diesem konkreten Fall, fällt mir ein, präsentiert sich die Situation eigentlich ein wenig bequemer. Denn man könnte auch erwägen, den Großen Fluß nicht zu über-, sondern zu unterqueren, denn es existiert hier auch ein geheimer Tunnel, der den Wanderer bei der Wahl dieses Weges, geschützt vor Wind und Wetter, ans andere Ende des Ufers bringt. Dieser Tunnel ist so geheim, dass ihn täglich nicht mehr als 100.000 Nutzer der U-Bahnen benutzen. Wie du siehst, der Tag ist geprägt von einer Reihe schwieriger Entscheidungen, die zu treffen wohl eine wichtige Aufgabe zum Tag darstellt …

Eine weitere Aufgabe stellt aber auch meine aktuelle Stadlgeschichte dar: goschert wie ich war, habe ich eine Story um Karel Gott angeboten, mit dem man sich auf Stadtrundgang in die Goldene Stadt Prag begibt. Die habe ich zugesprochen bekommen, und nun werde ich mich virtuell übers Wochenende auf die Reise begeben, begleitet vom Goldkehlchen der Nation. Wenn du daran schon jetzt teilhaben möchtest, lade ich dich gerne ein, dich mit ihm auf den Weg zu machen: Auf geht’s, Fasten Seat Belts!

 

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