Morgenpost vom 4. Jänner 2017

Guten Morgen!

imagesGestern haben mich die Computerärzte angerufen, dass der meine schon wieder genesen sei und ich ihn vom Spital abholen konnte. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass er so schnell wieder auf dem Damm war und wir bereits am Abend wieder gemeinsam etwas unternehmen konnten. Das taten wir dann auch, und wir widmeten die kommenden Stunden dann der Erinnerung an einen verstorbenen Freund, wie du wie immer in meinen gesammelten Werken nachlesen kannst. 

Seit damals ist, wie ich bemerken konnte, das Trauma verschwunden. David, der sich auch noch über die Regeln des Spiels in der U-Bahn schnell informierte, bemerkte bereits nach wenigen Schlägen, dass Squash wohl nicht zu seiner LIeblingsportart zählen würde, ging mir anscheinend mit enttraumatisierendem Beispiel voran, denn der Ehrgeiz, in der Box zu bestehen und dafür höchste Schmerzen in Kauf zu nehmen, hielt sich bei mir ebenfalls in Grenzen. So dienten wir eine halbe Stunde ab, schafften sogar einige akzeptable Ballwechsel, aber das war’s dann auch schon. Zufrieden und um eine Erfahrung reicher, hakten wir auch dieses Kapitel ab. Unser gemeinsamer Nenner wird wohl das Tischtennis spielen bleiben, bei einem gemütlichen Stiegl in den Räumlichkeiten des Herrn Sommer.

Auch ansonsten war der Tag durchaus produktiv: Neujahrsputz für den Palast, neue Batterien für mein antikes Radio im Badezimmer, und auch dem Luster ging wieder ein Licht auf, nachdem ihm vor einiger Zeit eine Birne durchbrannte, was damals, natürlich in der Nacht, einen Kurzschluss zur Folge hatte und ich mich im Blindflug zum Stromkasterl tasten musste, den Schalter zu finden: auf dass es wieder Licht wurde. Jetzt blitzt und blinkt daher es wieder und das Wetter dankt es mir mit einem Sturm, wie ich jetzt noch nur hören muss, sinkenden Temperaturen, wie mir das Thermometer und die Vorschau für den Tag mitteilt … Und Schnee erkenne ich überdies auch auf dem Display! Doch es nützt nichts, sich im Bett zu verkriechen, denn heute ist wieder der tägliche Gang ins Fitness Center angesagt, die guten Vorsätze wollen ja beharrlich umgesetzt werden, natürlich gemeinsam mit David, dem man auf seinem Weg, die vielen Kilos, die im in den letzten Monaten passiert sind, wieder weg zu trainieren, moralisch unterstützen will. Den Nachmittag werde ich wohl der Lektüre von Kurzgeschichten widmen, um mich für dieses literarische Genre fit zu lesen, da habe ich in der Schreibschule im Dezember doch noch nicht der Lehrmeinung entsprochen. Allerdings wird das in gepflegtem Ambiente passieren, denn mir schwebt hier der Besuch des Cafés in der Urania vor, möglicherweise bei einem Glas vom Gemischten Satz. Ob ich die Überquerung des Großen Flusses per pedes wage, oder mich traditionell doch wieder für U-Bahn und eine Station mit dem Einser, das lasse ich noch offen 🙂

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