Morgenpost vom 28. Dezember 2016

Wolfgang Rauscher                                          Heute 9:32
An: Christa Ransmayr
Re: Morgenpost

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Guten Morgen!

nashibirne104_v-contentxlUm diesen Fixpunkt des täglichen Lebens einmal zu würdigen. Mittlerweile hat er sich so fest verankert, dass ich ihn nicht mehr missen möchte. Aber er hat auch seinen Sinn: Das selbst gesteckte Ziel ist, dass die Morgenpost spätestens um 10:00 Uhr abgeschickt werden muss und seit gestern auch zumindest einmal Korrektur gelesen, damit du den geschriebenen, wirren Gedanken des Verfassers zumindest ansatzweise folgen kannst. Und ich bemühe mich, sie auch ansatzweise unterhaltsam zu gestalten, damit (die Hoffnung stirbt zuletzt) ein spontanes Zucken um die Lippen der Leserin verraten möge, jetzt war es soeben gelungen, was dem Wolfi zu früher Stunde eingefallen ist.
Wie auch immer, so ist aus einem spontanen Morgengruß immerhin eine Aufgabe geworden, die auch einen tieferen Sinn verfolgt: 1) morgendliche Konsequenz 2) Hirn Einschalten mit assoziativem Denken 3) Computer Einschalten und los geht’s! Ich merke, dass mir diese erste sportliche Übung von Tag zu Tag besser tut, eine gewisse Routine macht sich breit und hoffentlich auch die Freude am Lesen. Daher habe sie zum ersten guten Vorsatz für 2017 erklärt, den umzusetzen mir nicht schwerfallen wird.

Gestern stand ja der Tag, wie berichtet, im Zeichen der Zubereitung des Sri Lanka Huhns. Gemeinsam mit David waren wir am Markt und im nahegelegenen Asia Shop einkaufen, die Gewürze des Orients wollten besorgt werden, und, ich hatte sie lange vermisst, eine riesige Nashi-Birne, die ich am Abend mit höchstem Genuss exekutiert habe. Das Zubereiten selbst hat mir Spaß gemacht, denn anlässlich solcher gemeinsamer Aktivitäten mit David merkt man, dass er es eh kann und es ihm auch Freude bereitet, im Team zu wirken, es bedarf anscheinend nur einer Prise vom Pfeffer in den A….., damit seine Lebensgeister geweckt werden. Ergebnis daher: viel vom köstliche Curry, das die Woche begleiten wird.
Mittlerweile werden auch Silvesterpläne gewälzt, es kristallisiert sich schon ein buntes Programm heraus, welches das Trio infernale vom frühen Abend bis spät in die Nacht auf Trab halten wird. Von Open Air Aktivitäten in der City über, no na, natürlich Kalorienreichem, Brettspielen, Mitternacht am Donaukanal mit Schampus und Raketenabschussrampe bis hin zu Bleigießen und voraussichtlich finaler Gulaschsuppe (oder Gulasch, da führen wir noch heiße Diskussionen) wird eine Sensation die nächste jagen.
Zum Programmpunkt, die Brettspiele betreffend: Ich darf mir von Herrn Sommer, der das Café Sperlhof in der Großen Sperlgasse führt, in dem er unzählige Brettspiele beherbergt, über den Jahreswechsel ein Cluedo ausborgen. Und das hat auch seinen Grund: Seit Jahrzehnten wird mir von meinem Sohn vorgeworfen, dass er noch heute unter dem Trauma leidet, das Spiel nie gespielt zu haben, weil sein Vater es ihm, als er im Alter von drei Jahren vehement einforderte, es ihm bis zum heutigen Tag verwehrt hat. Nun, dem wird jetzt abgeholfen. Ein wichtiges Stück Vergangenheitsbewältigung wird also das alte Jahr beenden, und auf diese Weise kann man schon um das bisschen optimistischer ins neue blicken. Zur einzigen Diskrepanz für den Abend dürfte sich allerdings der Programmpunkt Casinobesuch entwickeln, auf den David beharrt, aber ich denke, darüber werden wir uns auch noch einigen.

Ein Grund für den Sendetermin der Morgenpost ist auch, dass ich im Anschluss daran auch den Popsch erhebe und mich in Richtung Morgensport aufmache, damit der Tag auch endorphingeladen seinen frühen Fortgang nimmt. Und das habe ich jetzt vor.

Schönen Tag,
Busserl,
Wolfgang


Wolfgang Rauscher
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