Morgenpost vom 22. November 2016

Wolfgang Rauscher                                          Heute 9:14
An: Christa Ransmayr
Re: Morgenpost

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Forelle MuellerinGuten Morgen!

Danke für die guten Wünsche 🙂
Heute erscheint die Morgenpost ein wenig später. Das liegt daran, dass ich gestern nicht gleich eingeschlafen bin (erst gegen zwei), und dann bin ich einfach auch später aufgewacht. So einfach ist das. Gestern hatte ich meine Fischfilet-Erfahrungen um das Saiblingfilet erweitert und die Kartoffel um den Mangold. und dann habe ich mir Butterschmalz gekauft (das ist hitzebeständiger als pure Butter). Ich muss sagen, da wurde eine neue Ära im Kochverhalten eingeläutet. Vor allem wegen letzterem, wenn du so willst, mutiere ich vom Ölprinzen und falle auf diese Weise auf die Butterseite …

Bei Karin war’ s auch seltsam-amüsant: Im Grunde musste ich ihr ja gar nicht helfen. Meine Assistenz bestand nur darin, dass ich, als sie einen Wäschekorb mit Klumpert aussortierte, was weggeschmissen gehört und was eben nicht, dabeisitzen musste, als moralische Unterstützung quasi. Als sie fertig war, durfte ich mich verabschieden, was aber, nachdem man von jedem einzelnen Blatt Papier mit Tränen in den Augen verabschieden musste, doch seine Zeit dauerte, wodurch ich – für meine Verhältnisse – erst zu später Stunde ins Bett gekommen bin.
Naja, jetzt weißt du wieder alles: Nach meinem Vorstellungsgespräch gehe ich dann (auf Davids Wunsch !!!) trainieren, wir erledigen noch ein paar andere Todos (anscheinend ist ihm am Wochenende ein Energieschub eingeschossen – den muss man ausnützen!), und dann mache ich mich über die Wilfer-Texte. Zum Essen gibt es Schwammerlsauce mit Serviettenknödel, eine Kaki zur Nachspeise und KEIN Merci zum Drüberstreuen.
Heute wird’s wahrscheinlich auch ein spannender Leseabend, denn der Schinko hat mir ein Manuskript geschickt für ein Buch, das sich vielversprechend anlässt. Es heißt „Das verfluchte Manuskript“ spielt in der Zukunft und liest sich, allerdings merkt man viel mehr Gehalt und weniger Spekulation dahinter, wie in Dan Browns „Da Vinci Code“. Mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen, ich habe gerade erst begonnen, aber, wie gesagt, es macht Appetit auf mehr.
So, jetzt habe ich auch mein absolut letztes Geheimnis des Alltags preisgegeben. Ich schaue jetzt, was mich heute sonst noch an Sensationen erwartet, die Liste ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass, wenn man lange genug in der U-Bahn sitzt, allerlei Zeugs durch den Kopf geht und einem vor allem einfällt, was alles noch nicht erledigt ist.

Also: hab’s gut, schönen Tag & Busserl!
Wolfgang


Wolfgang Rauscher
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