Morgenpost vom 15. Dezember 2016

Wolfgang Rauscher                                          Heute 10:30
An: Christa Ransmayr
Re: Morgenpost

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Guten Morgen!

use-your-chromecast-as-karaoke-machine-1280x600Gestern, um halb elf war es vollbracht! Allerdings habe ich die Karaoke-Etappe ausgelassen, so wie auch einige andere, die wohl auch keine Lust hatten. Ich habe vorgeschoben, dass ich noch woanders eingeladen sei und habe nach einem durchaus lohnenswerten Abendessen mit auch netten Gesprächen den Abend ganz nett verbracht. Außerdem war das Angebot an Karaoke-Schlagern nicht unbegrenzt, und mein „Du bist nicht allein“ wurde nicht berücksichtigt. Wie konnte ich da jemals die Chance bekommen, als neue Stimme am Schlagerhimmel entdeckt zu werden? Eben.
Und so bin ich mit vollem Magen nach hause gefahren, habe aufgrund des üppigen Abendessens wilde Träume erlebt, einen ganz seltsamen, in dem ein dunkles Kapitel aus meiner Vergangenheit noch einmal auftauchte … ich habe also eine abenteuerliche Nacht hinter mir.

Heute scheint sich der Tag weniger abenteuerlich anzulassen, die Zeichen stehen eher auf beschaulich. Auf mich wartet jetzt erst einmal eine Erklimmung des Förderbandes Im Fitness Center auf dem Programm (Einstellung: 6 km/h, ebensoviel % Steigung, immerhin eine halbe Stunde), um die 10.000 kcal vom Vorabend wegzuschwitzen. Dann muss ich in die Stadt zum Nespresso und anschließend wartet noch eine Hausübung für die Schreibschule auf mich, damit ich kommenden Dienstag meinen Damen im Literaturzirkel, wie ich ihn selbstbewusst nenne, eine Menge vorlesen kann. Die Schulchefin besteht auch darauf, dass wir am Dienstag im Anschluss auch eine Stunde Weihnachtsfeier im Café in der Urania veranstalten. Na bitte, gefeiert wird auf allen Ebenen.

Gestern hat sich im Gespräch unter anderem die Idee ergeben, eine Blasmusikzeitung aus dem Boden zu stampfen. Ich hatte eine solche schon letztes Jahr, als ich mich eine Zeit lang mit dem Thema auseinandersetzte und für die Jungs auch schon ein Konzept dazu verfasst. Wie sich dann herausstellte, hatte das keine Sau gelesen, erinnern konnte sich daher auch niemand, also geht der Kampf um die Worte in die zweite Runde (oder von vorne los). Noch dazu gegen einen Haufen Tiroler. Kein leichtes Los, aber ich gehe es noch einmal an, denn dieses Genre ist weit interessanter als sich für die Schlagerfuzzis zu opfern. Dort sind nämlich begeisterte Musiker anzutreffen, die auch noch gerne und leidenschaftlich über ihr Metier, die Musik diskutieren möchten. Und darauf könnte ich mich schon freuen. Na, schau’n wir einmal, was 2017 daraus wird …

Und wenn ich jetzt nicht den Popsch erhebe wird’s mit dem Schwitzen wohl eher nichts mehr!
Hab einen schönen Tag, ich freu’ mich auf Abend!
Bussi,
Wolfgang


Wolfgang Rauscher
1020 Wien, Tempelgasse 7/17
F +43 664 307 8588
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