Morgenpost vom 10. Jänner 2017

Guten Morgen!

chinese_vaseEhe ich beginne, den täglichen Tagesbericht zu schreiben, will ich der geneigten Leserin, dem geneigten Leser nicht vorenthalten, dass ich mit einem bis dato noch unbekannten Phänomen konfrontiert wurde: Ich habe den vorbereiteten Text soeben gelöscht, begebe mich demnach zurück an den Start und bin froh, dass sich in meiner Wohnung keine wertvollen Vasen aus der Ming-Dynastie befinden, die ich im Jähzorn cholerisch zu Boden werfen könnte.

Zweiter Versuch:

Wenn du morgens, noch dazu verspätet mit pelziger Zunge im Mund und flauem Magen aufwachst, gesäumt von Selbstvorwürfen, dann hat das zumeist einen Grund: Alkohol. Dabei nahm der Vortag einen vielversprechenden Verlauf. Vormittags „Projekt Adonis“ mit David im McFit, dann Finale des göttlichen Textes für die Goldene Stimme aus Prag und Adonis wurde sogar abends prolongiert durch eine Partie Billard, was ihn schließlich sogar durch ein Resumée adelte, nachzulesen, wie immer auf http://www.wolfgangrauscher.at/billard/. Bloß, die Euphorie wurde durch anspornenden Biergenuss unterstützt. Am Nachmittag durch eines, das wohl böhmisches Lebensgefühl unterstreichen sollte, getoppt durch zwei weitere im Köö und schließlich noch einem, wieder zu Hause eingelangt, das wohl die Muse ein weiteres Mal beflügeln sollte. Das alles auf anfangs fast, später dann auf nicht mehr ganz nüchternen Magen. Denn auf den ursprünglich geplanten gebratenen Reis mit einer Reihe von Köstlichkeiten, unter anderen Erdnüssen, verzichtete ich zugunsten von keinem Reis und nur Erdnüssen – und ein paar Keksen.

Schmatz! Sich daran zu erinnern, gab mir für den bevorstehenden Tag auch denkbar schlechte Karten in die Hand, der natürlich auch unterstützt wurde durch den flugs eintreffenden Schweinehund, der unbarmherzig zubiss und sich die geplante Sportstunde im McFit somit in Luft auflöste. Schließlich gesellte sich der Heißhunger auf etwas Deftiges hinzu, dem wurde selbstverständlich nachgegeben, die Steine im Magen wogen danach tonnenschwer. Dermaßen ausgestattet half auch die spontane Tischtennisstunde bei Herrn Sommer im Café Sperlhof nicht mehr viel, was schade war, denn gestern gelang uns der Turnaround, der Return of Investment, die Belohnung für Zielstrebigkeit, Konsequenz und wohl auch Davids, ich habe davon ja schon berichtet, Talent, alles, was er anfasst, zu Gold werden zu lassen. Wenn er will.
Und er wollte: Schmetterhände, besser gesagt, Schmetterbälle flogen über den Tisch, erste Schweißperlen zeichneten sich auf der Stirn ab. Ich empfand das schließlich als ebenso produktiven wie spaßvollen Sportnachmittag. Jetzt trennen uns nur noch wenige Meter von der Hall Of Fame der internationalen Asse, nicht wahr?

Der Magen streikte zwar weiter, aber verwandelte die Steine im Bauch zu Schmetterlingen, denn Richie rief an, um sich aus dem Urlaub zurückzumelden. Ihm hatte mein Text für die LTE, den ich nach Weihnachten verfasst hatte, sehr gut gefallen. Der Stil und die humoristischen Inhalte würden in die gelebte Marktkommunikation aufgenommen werden, für die kommenden zwei Monate habe ich auch schon ebenso viele Stories in der Tasche und bin auch angehalten, für den sich in Produktion befindlichen Imagefilm „Lord Of The Rail“ ein paar Ideen zu liefern. Dieser basiert auf Inspirationen aus der Herr der Ringe Trilogie. Also stehen mir für die Vorbereitung ab heute ein paar cineastische Abende bevor, an denen ich mir nach all den Jahren die Filme wieder ansehen werde. Das bedeutet, in die Videothek meines Vertrauens zu pilgern, Videos ausborgen und auch in den Supermarkt, Popcorn bunkern, um auch stilgerecht die dazu passende Atmosphäre zu schaffen.

A propos: Gestern berichtete man allerorts über die Verleihung der Golden Globes. Nachdem „La La Land“ alle Rekorde gebrochen hat, wäre das ja wieder einmal eine Gelegenheit, ins Kino zu gehen.

2 Gedanken zu „Morgenpost vom 10. Jänner 2017“

  1. So ist´s auch hier,
    nach all dem Bier:
    Der schwere Kopf,
    wenn denn erleichtert,
    sich dem Kinoausgang hinzugeben bereit.
    Gern in ersprießlicher Gesellschaft,
    man sich dank LaLaLand bereichert.
    Danach dann auf auf ein Achterl fein,
    von Einfahrt, Altenbergs oder Spezereis gut Wein!

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