Morgenpost 420: Der erotische Traum

Guten Morgen!
Du bist mir eine! Du weckst mich schon so früh, schon um halb sieben! Stell dir vor, das Unvorstellbare wird zur Realität, ich schnirchle etwa noch neben dem Handy, als das WhatsApp-Signal mich jäh aus dem Schlaf reißt. Nicht auszudenken, was sich da, im Bruchteil einer Sekunde, im Hirn für lebensgefährliche Abenteuer abspielen, etwa:

Ich bin Holzfäller in Kanada, säge eine stramme Eiche um, die Gefallene reißt mich mit, den Abhang hinunter, in die Tiefe des reißenden Flusses, der, nachdem sie mit mir mehrere Wasserfälle absolviert hat, zu einem ebenso reißenden Strom angewachsen ist, werde mit ihr ins naheliegende Sägewerk gespült, wo die mächtige Eiche zu handlichen Brettern zersägt und nach Schweden verschickt wird. Dort steckt mich Sven Smørebrød gemeinsam mit ihr in das Paket mit der Aufschrift SLØPWELL, der Vorstufe zum Kleiderschrank, der nun in einem Schlafzimmer im südenglischen Cornwall zusammengebaut wird. Dann schwinden mir die Sinne, und als die Tür des Kleiderschranks geöffnet wird, starrt mich der Ehemann sichtlich aggressiv an und bedroht mit seiner Flinte mein Leben …
Wie du bemerkst, sind durch meine Abenteuer zur frühen Stunde der Kreislauf in Schuss, die Schweißperlen spült die kalte Morgendusche vom stahlharten Körper, der Konditionszirkel stählt jede Muskelfaser vom (breiten) Scheitel bis zur Sohle, und in der Schüssel pulsiert bereits das Sportmüsli. Der Tag kann beginnen!

Glaubst du mir das?
Eben. Daher schicke ich einfach unrasierte und noch unfitte und noch koffeinfreie Grüße aus dem Badezimmer!

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