Morgenpost 415

Guten Morgen!
Wenn man sudern kann, dann kann man auch frohlocken, danach ist mir heute, und daher möchte ich dich auch daran teilhaben lassen. Als ich, mit den Hennen gackernd wie immer, frühmorgens aufwachte, stand da eine (noch) ungewohnte Zufriedenheit im wahrscheinlich zerknitterten Gesicht, ich erhob mich, „comme d‘habitude“ (das ist aus der französischen Version von „My Way“, aber bei Paul Anka oder Frank Sinatra geht’s ja nicht ums Aufstehen, sondern, im Gegenteil, ums Schlafengehen, allerdings mit sehr endgültigem Beigeschmack, und den wollen wir uns an dieser Stelle ersparen, wohingegen, in diesem Fall Claude François seinen Tagesablauf besingt, an dem schließlich an seinem Ende kein Auge trocken bleibt 😉 ) und sprintete sozusagen, wie bereits oben angedeutet, frohlockend in den neuen Tag.

Abgesehen von den mittlerweile schon beinahe drei Kaffees, auf die ich zurückblicke, kann ich zum gestrigen Tag eine positive Bilanz ziehen, genauso, wie mich heute, bereichert durch wieder höhere Temperaturen und eine Sonne, die mich anlacht, durchaus angenehme Erlebnisse begleiten werden.
Gestern war der Vormittag, wie erzählt, getragen von feinen Erlebnissen beim Arbeiten, der erste Tag in Freiheit mit Shopping, das wieder möglich war (nix Großartiges, aber allein die Unterhaltungen mit der Elektrikerin, bei der ich die beiden Glühbirnen zu meiner Erleuchtung im Wohnzimmer erstand, waren eine erste Erfüllung) gemeinsam mit Dagmar, die schon letzte Woche den heutigen Tag zum Tag der Auferstehung für uns Konsumtr… , für uns halt, erklärt hatte. Daher durchstreiften wir die City und besorgten Kleinigkeiten für uns, ohne die anscheinend das Leben in den letzten Wochen schier unmöglich war.
Beglückt mit den neuen Batterien für unsere Uhren, mit passenden Uhrbändern, einem Verlängerungskabel, ein Utensil, das man immer brauchen kann und der Sehnsucht, diese auch heute in einem zweiten Durchgang der Expedition zufrieden zu stellen und der Erfahrung, dass der Tr…Tr…Trzesniewski nur Online-Bestellungen aufnimmt, waren wir bald wieder zu Hause, müde und glücklich, fühlten uns aber auch dem Volk überlegen, denn der Versuchung, Nützliches im nahegelegenen Bauhaus zu erwerben, konnten wir natürlich souverän widerstehen.

Heute wird’s ähnlich, aber eben nur wärmer: Vormittags ist wieder eine Runde Arbeiten angesagt, dann werden die Palmkatzerl auf dem Stockerl, wo einst der Weihnachtsbaum den Hauch von Zimt, Weihrauch und Vanillekipferl zu verbreiten versuchte, durch einen kleinen Orangenbaum ersetzt, der die Sonne im Herzen motivieren möge, unentwegt zu scheinen, damit sich der Besitzer und die Besuche daran erfreuen mögen.
Dir wünsche ich auch einen schönen Tag, hab’s fein, Bussi!

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