Ich bin krank

Nun ist der Kelch anscheinend auch an meiner Adresse eingelangt und hat sich nicht dafür entschieden, ohne anzuklopfen weiterzuziehen. Erst kitzelte es im Hals, und dieses Kitzeln entwickelte sich, Unheil verheißend, zu einem waschechten Husten. Dann meldete sich erwartungsgemäß die Nase, die zu laufen begann. Aber sie lief nicht davon (was auch irgendwie lustig gewesen wäre anzusehen), sondern bereicherte ihrerseits sich selbst mit den Besuch eines Schnupfens, der mir mittlerweile neben der ersten Epidemiepackung Taschentücher enorme Leidensfähigkeit abverlangt. Denn, wisse, es handelt sich natürlich um den berüchtigten Männerschnupfen!
Nun, somit werde ich mich auf ein weitgehende ruhiges Wochenende einstellen, das ich mit aspirin komplexx, heißen Packerlsuppen und Tee, Kreuzworträtsel und schließlich einem beginnendem Lagerkoller verbringen werde. Schön fad. Aber vielleicht geschieht ein Wunder und die Fee reicht mir das goldene Zaubertaschentuch, das mir dabei hilft, dorthin sämtliche Bazillen zu verbannen, und ich erstrahle sofort in ungetrübtem, jugendlichem Glanz.
Und dann ist er von seinem Hustenanfall aufgewacht, hat sich trompetengleich geschneuzt, hat sich sich am heißen Tee die Zunge verbrannt und sich eingewickelt in dicke Decken und einer großen Portion Selbstmitleid.

4 Gedanken zu „Ich bin krank“

  1. ….. du Armer :-((
    vielleicht tröstet es dich ein wenig, dass du einer von ganz vielen Armen bist ….
    ….. so ein Männerschnupfen hat’s ja wirklich in sich
    „heißer“ Tipp: Ingwertee und ganz viel Ruhe
    alles Liebe aus der Oststeiermark
    (sonst würd ich natürlich sofort vorbeikommen und dir eine Hühnersuppe kochen)
    Ursula

    1. Danke für den Tipp und vor allem dein Mitgefühl. Ich werde mangels Hühnersuppe mit einer PAckerlsuppe von Knurr Vorlieb nehmen müssen …

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