Dankeschön Peter, du warst bezaubernd!

Ihm war der Komödiant im wahrsten Sinn des Wortes bereits in die Wiege gelegt, obwohl seine Eltern zuvor andere Pläne mit ihm hatten: Medizin sollte er studieren, der Bub, aber das überließ er wohl besser seinem späteren Kollegen Gunther Philipp, der es sich dann aber auch anders überlegt hatte und mit Peter Alexander fortan das Publikum mit ihrer unwiderstehlichen Komik begeisterte. Schon als er die Schule verließ, die er auf Geheiß des Vaters in Znaim abschloss, widmete er diesem „Wie Böhmen noch bei Österreich war“ (mit geradezu prophetischer Sicht auf eine seiner Paraderolle als „Der brave Soldat Schwejk“), tausche die Schulbank gegen die Bretter der Welt auf dem renommierten Max-Reinhard-Seminar, das er mit Auszeichnung meisterte und ergatterte alsbald erste Auftrittsmöglichkeiten am Wiener Burgtheater. Diesem kehrte er aber bald den Rücken, weil er erkannte, dass seine Stärken wohl eher im Entertainment, im Gesang und im Jazz lagen, der gerade in den Nachkriegsjahren eine Hochblüte in den deutschsprachigen Landen erlebte.
Marikka Rökk, mit der er einmal drehte, erkannte das damals junge Talent und meinte: „Langer, du wirst machen eine steile Karriere. Glaube mir, Marikka täuscht sich selten!“ „Dankeschön Peter, du warst bezaubernd!“ weiterlesen

Seit 60 Jahren und für immer: Rauschende Birken

Das heurige Jahr ist für die Egerländer Musikanten ein Jubiläumsjahr in vielerlei Hinsicht: Sie erinnern sich mit ihren vielen treuen Freunden an den unvergessenen Ernst Mosch, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte und sie denken gleichsam an den 60er dieses großartigen Orchesters, das Mosch 1956 aus der Taufe gehoben hatte. Und wir erinnern uns gemeinsam mit seinem musikalischen Ziehsohn, Ernst Hutter, der vor 30 Jahren zu den Egerländern gestoßen war und seither Symbolfigur für die ungebrochene Beliebtheit dieses Genres der böhmischen Blasmusik steht, die er als Leiter seit 15 Jahren mit Traditionsbewusstsein und ungebrochener Kraft, die Fackel weiter zu tragen, in neue Jahrtausend geführt hat. „Seit 60 Jahren und für immer: Rauschende Birken“ weiterlesen

Das Leben und ich

So nennt sich Vicky Leandros’ Tournee anlässlich ihres 50-jährigen Bühnenjubiläums, im dessen Rahmen sie am 30. April auch im Wiener Konzerthaus Station machen wird. Wir trafen die erfolgreiche Sängerin zu einem Gespräch.

Ohne ihr schmeicheln zu wollen, aber neben einer hinreißenden Gesprächspartnerin treffen wir eine Frau, der man nicht glauben möchte, dass ihr erster Welthit, „L’amour est bleu“, den Vicky damals für Luxemburg auf dem Grand Prix d’Eurovision gesungen hatte, aus dem Jahr 1967 datiert. „Das Leben und ich“ weiterlesen

Wanderer, kommst du nach Krems …

Federspiel ist ein wichtiger Begriff am Tor zur Wachau und selbstverständlich darüber hinaus.

Weinliebhaber bringen das Wort schnell mit den allseits bekannten Rebensäften in Verbindung, die strenge Auflagen erfüllen müssen, ehe sie mit diesem Prädikat sozusagen geadelt werden. Das mag wohl auch ein Kriterium des Ensembles Federspiel gewesen sein, als man 2004 daran ging, die Blasmusik um eine Facette reicher zu machen. „Wanderer, kommst du nach Krems …“ weiterlesen

Die Wilde Wanda. La Brass Banda

Vom Chiemsee bis zum Baikalsee – so rockt Blasmusik.

Der Blick in den noch jungen Konzertplan für 2016 verrät schon, wo sozusagen der Bartl den Most holt: Kaum, dass das noch junge neue Jahr begonnen hat, verrät er uns, dass sich die gefragtesten Festivals des Jahres fest in der Hand der Bayrischen Combo LaBrassbanda befinden. „Die Wilde Wanda. La Brass Banda“ weiterlesen

Aufg’spielt wird international

Würde man das große Trara, das gegenwärtig um einen großen Autohersteller gemacht wird, auf Blasmusik in ihrer Gesamtheit umlegen, dann wäre sich die Welt einig: was in dieser Gilde am Ende herauskommt, ist zwar auch luftähnlich, aber durchaus zumindest wohlklingend. Und ebenso vielfältig wie auf den Straßen der Welt gekurvt wird, ebenso vielfältig stellt sich auch dieses Genre in ihren Facetten zwischen strikter Traditionspflege bis hin zu mutigen Experimenten mit neuen, schrägen bis hin geheimnisvollen Klängen dar. Mnozil Brass chauffiert die Luxusklasse der Blasmusik, darin sind sich Kolleginnen und Kollegen international einig. „Aufg’spielt wird international“ weiterlesen

Viera Blech, oder: Doktor Blasmusik

Die „G’studierten“ aus Kössen in Tirol blasen sozusagen der Welt den Marsch: Der Highlight am vergangenen Woodstock der Blasmusik letzten Sommer und Fixgäste auf dem größten Blasmusikfestivals Europas sind allerdings auch international gern gehörte Höhepunkte, egal, ob im Zelt oder auf großer Konzertbühne. „Viera Blech, oder: Doktor Blasmusik“ weiterlesen

Der Machatschek

Der freie Maurer Franz Joseph Machatschek musste erkennen, dass ohne Bezug zu Mörtel & Co. kein Schnitt zu machen war. Da beschloss er, die Kelle gegen die Klampf’n einzutauschen und seiner Klientel fortan auf den Zahn zu fühlen. Somit heißt er jetzt Der Machatschek, schaut den Wienern tief in Augen und Seelen und erzählt ihnen ihre Geschichten. „Der Machatschek“ weiterlesen

Darwin: New Nightmares

coverschweinweb2Gerade während der Nobel-Saison scheint es, dass einige wissenschaftliche Fakultäten ihre historischen Meriten in neuem Licht aus Österreich betrachten müssen. Ja, wir dürfen sogar so weit gehen, dass die Erkenntnisse des Forschungsteams um Wolfgang Katzer und Christian Feichtinger in letzter Instanz unsere Schulliteratur revolutionieren wird: Mit ihrer kürzlich erschienen Publikation Die unendliche Leichtigkeit des Schweins, erschienen im Ibera Verlag, schlagen sie daher nicht zuletzt die entscheidende Bresche im Hinblick auf die zu verbessernde Sinnerfassung komplexer Zusammenhänge. „Darwin: New Nightmares“ weiterlesen